Rasterdaten in Geopublisher importieren

Rasterdaten können grundsätzlich per Drag'n'Drop in den Geopublisher importiert werden. Wenn der Rasterdatensatz keine Projektionsinformationen enthält, wird ein Standard-CRS mit WGS84 angenommen. Folgende Rasterformate werden unterstützt:

Name Bemerkungen Dateiendungen Projektion D'n'D Datei
GeoTIFF   .tif Projectionsinformationen können in der GeoTIFF datei enthalten sein. .tif
ArcASCII Textbasiertes Fomat. Nur ein Band möglich. Gleitkommawerte müssen in der Datei mit Punkten angegeben werde. (AcrGIS exportiert je nach in Windows eingestellter Sprache; Auf einem deutschen Windows also mit Kommata.) .txt, .asc oder .a00 Als .prj Datei mit selbem Basisnamen .txt, .asc oder .a00 Datei

Konvertierung in ein unterstützes Format

Oft liegen Rasterdaten in proprietären Formaten vor, die nicht direkt vom Geopublisher eingelesen werden können. In diesem Fall müssen die Daten erst in ein kompatibles Format konvertiert werden. GeoTIFF bietet sich als Importformat an, da es Komprimierung unterstützt und in nur einer Datei auch alle Metadaten speichert. Das Werkzeug zur Konvertierung von Geodaten ist das Geospatial Data Abstraction Library Kommandozeilenprogramm. Für Windows ist es über das Paket FWTools von Frank Warmerdam am einfachsten zu installieren. Unter Linux suchen Sie einfach nach einem Paket "gdal-bin" in Ihrer Paketverwaltung. In den folgenden Beispielen werden verschiedene Rasterdatenformate in GeoTIFF Dateien konvertiert. Die in den Kommandos als ZIEL.tif bezeichnete Datei wird bei der Konvertierung erstellt und kann dann direkt in den Geopublisher importiert werden.

ERDAS Imagine image file - .img

Rasterdaten im Format von ERDAS Imagine können mit der freien Kommandozeilen Software gdal konvertiert werden: gdalwarp -co COMPRESS=LZW -ot Int16 -of GTiff -srcnodata 0 -dstnodata 0 QUELLE.img ZIEL.tif Dieses Beispiel komprimiert die Daten innerhalb des GeoTIFFs zusätzlich mit dem verlustfreien LZW-Verfahren. Diese Kompression bietet sich immer an, da der Atlas möglichst wenig Speicherplatz belegen soll. Über -srcnodata 0 -dstnodata 0 können optional die NO-DATA Werte zwischen Quell- und Zieldatei gemappt werden.